Dienstag, 31. März. Der dreitägige Workshop auf dem Campus der Georgetown University.
Die im Nordwesten der Stadt auf einem Hügel gelegene, 1789 von Jesuiten gegründete Georgetown University verfolgte zwei Ziele: die Zukunft des amerikanischen Katholizismus durch Bildung zu stärken und zum politischen, kulturellen und intellektuellen Leben der noch jungen Nation beizutragen. Der Spirit of Georgetown besteht noch heute fort: Ad Majorem Dei Gloriam – Zur höheren Ehre Gottes. Hier arbeiten Studenten aus allen fünfzig US-Bundestaaten, sämtliche Weltregionen und Bildungschichten sind vertreten.
Die Universität steht in einer besonderen Beziehung zu Deutschland: Konrad Adenauer, der Katholik aus dem Rheinland, unterhielt als Kanzler beste Verbindungen zur Georgetown School of Foreign Service, die nach dem Krieg erheblichen Einfluss auf die amerikanische Außenpolitik ausübte. Drei Jahrzehnte später folgte ihm Helmut Kohl, der Katholik aus der Pfalz. 1990 unterstütze die Bundesregierung die Gründung des Center for German and International Studies.
Teamdinner im Tombs Restaurant auf dem Campus.
Ein Studentenlokal, rustikal, Beer und Burger, laute Musik, junge Gesichter. Sämtliche Bereichsleiter der deutschen und amerikanischen Seite sind anwesend, die Stimmung ist gut.
Haupt, Sheehan und John sondern sich ab. John legt nochmals kurz und bündig den Ablauf der nächsten Tage dar sowie die Rolle der beiden CEOs. „Je nach Gesprächsverlauf werde ich Sie in die Diskussion einbringen. Bitte vergessen Sie Ihre Vorbildfunktion nicht.“
Lassen Sie uns aber mit uns selbst anfangen. Deutsche. Amerikaner. In Unternehmen. In Teams. Kollege zu Kollege. Lassen Sie uns keine Informationen horten. Lassen Sie sie uns sofort teilen. Offen, ohne Bedenken. Versuchen wir, uns nicht zu fürchten, uns nicht voreinander zu fürchten.
Macht und Einfluss: Weil Deutsche produkt- und fertingungsorientiert sind, streben sie instinktiv nach der Kontrolle über interne Prozesse. Da Amerikaner der Meinung sind, dass alle Aktivitäten an den Markt orientiert werden sollten, streben sie das Sagen zu Markt und Kunden an.